In einer Welt, die vorwiegend auf die Bedürfnisse der neurologischen Mehrheit ausgerichtet ist, stehen autistische Menschen häufig vor zahlreichen Hürden und Barrieren: Unverständnis, Vorurteile und ein Mangel an passenden bzw. zeitnahen Diagnostikangeboten. Viele von uns haben einen langen und beschwerlichen Weg bis zur Diagnose hinter sich oder befinden sich noch auf diesem Weg.
Daher biete ich eine umfassende Autismusdiagnostik für Erwachsene an und nutze dabei moderne wissenschaftliche Verfahren, die auch Masking bei Frauen berücksichtigen.
Meine Schwerpunkte sind Autismus in Kombination mit ADHS und/oder Hochbegabung sowie Autismus bei Frauen. Eigene persönliche Erfahrung in diesen Bereichen fließen dabei in meine Herangehensweise mit ein. Als spätdiagnostizierte Autistin mit ADHS und kognitiver Hochbegabung kenne ich die Herausforderungen, die sich aus der Kombination dieser neurologischen Unterschiede ergeben können. Diese persönlichen Erfahrungen, zusammen mit meinem Studium der Psychologie (M.Sc.), bilden die Grundlage meiner Arbeit.
Ich vertrete einen neurodiversitätsorientierten Ansatz, der Autismus als eine natürliche Variation menschlicher Neurologie versteht, ohne dabei die realen Herausforderungen und Schwierigkeiten zu negieren, die das Leben im Autismus-Spektrum mit sich bringt. Autismus kann mit erheblichen Einschränkungen einhergehen in einer Welt, die nicht auf neurodivergente Bedürfnisse ausgerichtet ist.
Autismus-Diagnostik für Erwachsene
Vor allem autistische Frauen haben es in Deutschland weiterhin schwer, eine moderne Autismus-Diagnostik durchlaufen zu können, in der Maskingverhalten sowie "Hochfunktionalität" nicht zum Ausschluss einer Diagnose führen (à la "hält Augenkontakt und hat einen Job, kann keine Autistin sein"). Da ich selbst diese Erfahrung erleben musste, habe ich mich auf die Diagnostik einer bei Frauen typische Präsentation von Autismus spezialisiert.
Zusammenfassung:
Zusatzoptionen: Optional kann die Diagnostik um eine ADHS- oder IQ-Diagnostik erweitert werden. Dies kann sinnvoll sein, da ADHS häufig gemeinsam mit Autismus auftritt und das Alltagsprofil zusätzlich prägt; die IQ-Diagnostik ermöglicht bei Bedarf eine standardisierte Einordnung der kognitiven Fähigkeiten.
Für wen ist die Diagnostik geeignet?
Meine umfassende Autismus-Diagnostik für Erwachsene richtet sich an Selbstzahlerinnen, die eine fundierte Diagnose suchen, sei es beispielsweise zur persönlichen Identitätsfindung oder um gezielt ihre Lebensgestaltung zu planen.
Die Diagnostik ist ideal für Erwachsene, die eine vertrauliche Diagnose ohne offiziellen Vermerk bei Behörden wünschen. Besonders Frauen finden bei mir spezialisierte Unterstützung, da sich Autismus bei ihnen häufig schon in der Kindheit anders präsentiert und im späteren Leben durch Masking überdeckt werden kann, was zu Fehldiagnosen oder späten Erkennung führen kann.
Ich erstelle ein ausführliches Gutachten, in dem die Diagnostik transparent und nachvollziehbar dargestellt wird. Die Diagnostik erfolgt wie gesagt zunächst unabhängig von Krankenkassen oder Behörden und dient zunächst der eigenen Selbsterkenntnis. Bei Bedarf kann aber das Gutachten an eine ärztliche Praxis weitergegeben werden, die es häufig anerkennt und offiziell in Ihrer Akte bestätigt.
Kosten:
Die Kosten für den kompletten Autismus-Diagnostikprozess mit Gutachtenerstellung betragen 770 EUR.
Bei längerem Beratungsbedarf können wir gerne zusätzliche Zeit einplanen. Die Kosten für eine zusätzliche ADHS-Diagnostik betragen 220€, und für eine zusätzliche IQ-Diagnostik 110€.
Da ich ohne Kassensitz arbeite, werden die Kosten üblicherweise nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dafür bietet Ihnen die Selbstzahlung eine vertrauliche Diagnostik ohne offiziellen Vermerk bei Behörden, was z.B. für das Abschließen von Versicherungen oder im Rahmen einer Verbeamtung von Vorteil ist.
Diagnostikprozess im Überblick:
Im Anschluss an die Diagnostik erstelle ich innerhalb von 14 Tagen ein ausführliches, mindestens fünfzehnseitiges Gutachten, in dem die Ergebnisse der Diagnostik detailliert, transparent und nachvollziehbar dargestellt werden. Es eignet sich sowohl zur persönlichen Orientierung als auch, falls gewünscht, zur Weitergabe an eine hausärztliche oder psychiatrische Praxis, die die Einschätzung in vielen Fällen anerkennt und den Diagnoseschlüssel in ihre Akte eintragen kann.
Zusätzlich kann eine ADHS-Diagnostik oder eine IQ-Diagnostik gebucht werden. Gerade ADHS tritt bei autistischen Erwachsenen nicht selten zusätzlich auf und kann die Alltagsanforderungen noch einmal auf eigene Weise beeinflussen, etwa im Bereich Aufmerksamkeit, Impulssteuerung, Organisation, Zeitmanagement und exekutive Funktionen. Eine ergänzende ADHS-Abklärung kann daher sinnvoll sein, um das Gesamtbild differenzierter zu erfassen. Ebenfalls möglich ist eine zusätzliche IQ-Diagnostik, wenn eine standardisierte Einschätzung der kognitiven Fähigkeiten gewünscht ist. Beide Zusatzmodule können mit der Autismus-Diagnostik kombiniert werden.

Ivonne Fernández y González, Psychologin M.Sc.
Als Psychologin und Autistin liegen meine Interessen- und Praxisschwerpunkte seit 2017 auf den Themen Autismus, Ableismus und Neurodiversität. Am Ende dieses Abschnitts finden Sie zwei Vorträge von mir zu diesen Themen. Zur Zeit arbeite ich an meinem ersten Sachbuch.
Zusätzlich bin ich Gründerin und ehrenamtlich geschäftsführender Vorstand beim Verein NeuroDivers e.V., der die Interessen autistischer Menschen in Unterfranken vertritt. Für den Verein konzipiere ich Informationsveranstaltungen sowie Freizeit- und Beratungsangebote für autistische Menschen, Angehörige und Fachkräfte.
Als spätdiagnostizierte Autistin mit ADHS und kognitiver Hochbegabung kenne ich die Herausforderungen, die sich aus der Kombination dieser neurologischen Unterschiede ergeben, aus erster Hand. Ich musste selbst erleben, wie schwierig es in Deutschland ist, eine moderne Autismus-Diagnostik zu erhalten, bei der Maskingverhalten und "Hochfunktionalität" nicht automatisch zum Ausschluss einer Diagnose führen. Diese persönlichen Erfahrungen bilden in Verbindung mit meinem Studium die Grundlage meiner Arbeit.
Von langen Lebensabschnitten im Ausland profitierte ich ebenfalls: in Spanien erlebte ich wie es ist, wenn "Anderssein" viel weniger stigmatisiert ist. Im Vereinigten Königreich wiederum erlebte ich in vielen Bereichen wesentlich modernere Strukturen, einen aktuelleren Informationsstand und eine respektvollere Diskussionsbasis rund um Neurodiversität. Diese Erfahrungen waren ein wichtiger Impuls für mich auch strukturell etwas verändern zu wollen. 2019 wurde ich deshalb Gründungsmitglied von NeuroDivers e.V., einer Interessenvertretung von und für autistische Menschen in der Region Unterfranken. Der Verein arbeitet für Aufklärung, Barriereabbau und die Stärkung von Selbstbewusstsein und Selbstbestimmtheit von Menschen im Autismus-Spektrum und arbeitet daran, ein autistenfreundliches Umfeld zu schaffen. Ich bin dort weiterhin ehrenamtlich im Vorstand aktiv und konzipiere kostenfreie Informationsveranstaltungen sowie Freizeit- und Beratungsangebote für autistische Menschen, Angehörige und Fachkräfte.
Ich habe ergänzend internationale Zertifikatsfortbildungen mit neurodivergenzsensibler und wissenschaftlich aktueller Ausrichtung absolviert, darunter „Women and Girls on the Autism Spectrum“ der britischen National Autistic Society sowie „Autistic Burnout: Resistance and Recovery“ von Reframing Autism. Schwerpunkte waren weibliche Autismuspräsentation, Masking, Diagnostik bei Frauen, autistischer Burnout und neurodivergenz-affirmative Erholungsansätze. Zudem habe ich eine Ausbildung als BarriereScout zur Analyse und Identifikation von Barrieren im öffentlichen Raum absolviert.
Auch bin ich bin Mitglied in verschiedenen Fachverbänden und engagiere mich aktiv für die Weiterentwicklung der Autismus-Diagnostik und -beratung in Deutschland. Regelmäßig halte ich Vorträge zu Themen wie "Autismus und Neurodiversität", "Autismus bei Frauen" und "Barrieren in der Gesellschaft".






Ivonne Fernández y González, Psychologin M.Sc.